Mütter und Väter der Welt

Luther, Luther, Luther – oh, mein armer Superdesigner, auch Gott genannt

Posted on: 7. November 2017

Viele Menschen können zu Recht das Luthergetöse nicht mehr hören. Es ist omnipräsent. Es ist doch wichtig, selbst zu denken und sich nicht in vorgegebene und kanalisierte  Bahnen einzwängen und drängen zu lassen. Wir brauchen viele neue Paradigmenwechsel, keine Rückwärtsgewandheit. Luther, das war vor 500 Jahren. Seitdem ist viel passiert. Doch die Kirchen scheinen das noch nicht gemerkt zu haben.

Eine  der wichtigsten Entwicklungen – außer der Zeit des Humanismus und der Zeit der Aufklärung – war die „New Age“ Bewegung. Sie war die erste Bewegung, die eine Begegnung und Konfrontation von Naturwissenschaft und Mystik gewagt hatte. Es waren die großen Denker der Physik, die mit ihren Forschungen an eine Grenze stießen und Materie und Nichtmaterie nicht mehr zu unterscheiden in der Lage gewesen waren und sich deshalb mit den alten mystischen Gesetzen auseinanderzusetzen begannen. Auch sie sahen eine verborgene Ordnung des Lebens, für die es eine Schöpfung geben musste. Viele von ihnen begannen Gott als Urschöpfer, als einen Superdesigner zu verstehen, der eine implizite Ordnung  (lt. David Bohm) geschaffen hatte. Sie versuchten eine Synthese zwischen ihrer Wissenschaft und uralter Mystik herzustellen. Ihnen ist es zu verdanken, dass sich auch viele andere Menschen der New Age Bewegung mit der Teilchenphysik und der Astrophysik zu beschäftigen begannen.

Wir brauchen viele Paradigmenwechsel, und da ist es nicht hilfreich, einen Kirchenvater gebetsmühlenartig zu zitieren, der zwar zu seiner Zeit – vor allen Dingen wg. der vorgeschriebenen Ablasszahlungen der katholischen Kirche und seiner Bibelübersetzung fürs „gemeine Volk“ – seine Berechtigung hatte, doch aber auch ein Kirchenchauvinist blieb, Frauen nur gering schätzte und selbst die sogenannte Hexenverfolgung für gut hielt und Frauen in Klöstern nicht zur Hilfe kam, die sich nicht den Männergesetzen unterstellen wollten und deswegen Angst um ihr Überleben haben mussten.

Wir brauchen ein neues unabhängiges Denken!

Sätze wie „Esoterik ist quatsch“, „Spiritualität ja, aber keine Esoterik“ (wieso eigentlich wurde das Wort „Esoterik“ eigentlich zu so einem Schimpfwort erhoben? Und was macht da den Unterschied?) „Deinen Yoga-Quatsch kann Du allein machen. Na ja, wenn es Deinem Körper gut tut, dann will ich mal ein Auge zudrücken“, sind da nicht hilfreich. Gerade letztgenannter Satz wird von denen erhoben, die nicht wissen, dass Yoga im Ursprung gar kein Körper-(Hatha-)Yoga, sondern immer ein spiritueller Yoga gewesen war. Er beinhaltete eine Rückbindungsphilosophie zum Himmel, die mit Körperübungen, wie heute im Westen vornehmlich ausgeführt, nie etwas zu tun hatte.

In uns gibt es das Urwissen über die Welt. Wir können es uns nur erarbeiten, wenn wir uns nicht in alte Denkweisen pressen lassen. Kirchengeschichtlich war Luther interessant und für seine Zeit wichtig, das waren aber auch Kant und Hegel auf weltlich philosophischer  Ebene gewesen. Heutzutage aber gibt es so vieles mehr, was wir wissen und lernen wollen, da dürfen wir uns die Rückwärtsgewandheit der Kirchen nicht völlig überstülpen lassen – gerade auch darum, weil es so aussieht, dass Kirche und Politik (wie früher schon!) ein großes Interesse daran haben, dass alle im Gleichschritt denken.

Ich habe in allen meinen Büchern – wie z.B. in meinen Büchern „In der wahren Gralsburg“  und „Die Himmelssurferin“ stetig meine These wiederholt, dass die Ausführung einer Religiotechnik – einer Rückbindungstechnik zum Himmel – der einzige Weg ist, um dem Aufbau der geistigen Welt näher zu kommen und dass es dafür notwendig ist, sich erneut alter schamanischer Techniken bedienen zu lernen, die gerade in der Zeit Luthers verlorengingen, weil man die weisen Frauen und Männer dieser Zeit, die diese Religio noch auszuführen imstande gewesen waren, auf die eine oder andere Weise perfide hingerichtet hatte.

 

 

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