Mütter und Väter der Welt

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Liebe Frau Merkel, auch nach dem Anschlag von Berlin hat man Sie wieder nicht in den Krankenhäusern gesehen, in denen die Opfer von einem erneuten Anschlag lagen. Sie haben Herrn Gauck geschickt – oder er hat seinen Besuch von allein entschieden?!

Ich schrieb bereits in meinem Blog mit dem Titel: „Frau Merkel, warum besuchen Sie nicht die Terroropfer in den Krankenhäusern, was hält Sie davon ab?“ vom 27. Juli 2016 (bitte rechts anklicken oder nach unten scrollen!) davon, dass ich es merkwürdig fand, dass Sie nicht in den Krankenhäusern zur Mitleidsbekundung zum Amoklauf in München zu finden gewesen waren. Jetzt waren die Opfer in Berlin Ihnen noch näher als damals; Sie hätten Sie sogar zu Fuß besuchen können, um sie zu trösten und ihnen die Hand halten zu können. In meinen Augen wirft Ihr Verhalten kein gutes Licht auf Sie. Sie haben mit Ihrer Flüchtlingspolitik nicht nur die wirklichen Opfer des Syrienkrieges, sondern auch Täter aus den verschiedensten Ländern zu uns ins Land kommen lassen und davor die Augen verschlossen, dass kriminelle und aggressive Männer und Psychopathen unter ihnen sein könnten! Sie nehmen noch immer keinen direkten Anteil an dem Leid der dadurch betroffenen unschuldigen Menschen. Man fühlt sich als Bürger nicht mehr von Ihnen und der gesamten Politik vertreten. Es scheint wirklich so zu sein, dass die meisten Politiker in einer Blase leben, durch die sie nicht mehr wahrnehmen, was wirklich um sie herum vorgeht; wie die Menschen dieses Landes denken und fühlen. Sie reagieren nur noch dann, wenn ihnen die Felle wegschwimmen und sie Angst davor haben, dass ihre Macht geschmälert wird.

Ich sehe auch durch Sie keine avantgardistischen Gedanken zur Zukunft mehr vertreten. Wir brauchen keine Politiker der alten Art mehr; wir brauchen Politiker, die sich nicht zu fein sind, die Hände ihrer Bürger zum Trost zu halten. Wir brauchen „Mütter und Väter der Welt“. Keine Politiker, die uns sagen, was wir zu denken haben und uns in sogenannte rechtspopulistische Gruppierungen einordnen, wenn wir es wagen, unseren Mund aufzumachen und das zu benennen, was wir täglich sehen (siehe Köln!)

Ich sehe, dass unsere eigene Kultur den Bach heruntergeht; dass immer mehr Menschen auf den Straßen leben und nicht mehr wissen, wie ihr Leben weitergehen soll. Ich sehe, wie es den Müttern geht, die allein stehen und wie es ihren Kindern geht, die in Armut kaum Weihnachten feiern können und vereinsamen. Ich sehe, dass die Gehälter der Politiker immer weiter nach oben gehen – und mittlerweile heimlich nach oben gehen, damit wir nicht opportunieren – und dass damit ihre Pensionen analog steigen. Ich sehe, dass unsere Natur täglich zerstört wird, trotz „der Grünen“!

Ich sehe so viel Leid!!! Und Sie?

Sie beten noch immer vor sich her: „Wir sind ein reiches Land!“ und „Wir schaffen das!“

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François Hollande, der französische Staatspräsident ist nach den Terroranschlägen binnen von Stunden bei den Opfern gewesen, aber Sie verkriechen sich heute in  der Uckermark. Es wird für Sie nicht nur eng im Amt, weil Ihre politischen Mitstreiter Sie kritisieren, auch dem Volk ist nicht Ihre Teilnahmslosigkeit gegenüber den Verletzten und ihren Angehörigen und den Angehörigen der Toten verborgen geblieben. Sie ziehen es vor, lieber am morgigen Tag einen großen Auftritt bei der Hauptstadtpresse zu haben, und Sie wollen wohl auch lieber an einem großen „unpersönlicheren“ Trauerakt für die Opfer des Amoklaufs in München teilnehmen. Den direkten Zugang zu den Opfern suchen Sie anscheinend nicht!
Was soll ein Volk über Sie denken, dass im Falle einer Flüchtlingsinvasion Herz  und Hilfe zeigen sollte, während Sie aber gerade beides vermissen lassen, wenn Menschen um ihr Leben ringen, die es nie hätten tun müssen, wären Sie und Ihre Mitstreiter mit ihrer Flüchtlingspolitik verantwortlicher umgegangen. Was soll das Ausland von Ihnen denken,  wenn Sie denjenigen Menschen, die bei ihrem Deutschlandbesuch ihre Gesundheit für den Rest ihres Lebens lassen mussten oder ihre Angehörigen verloren haben, nicht einmal die Hände schütteln? Wenn Sie aber gerne große Reisen in ihre Länder unternehmen, um die Wirtschaft anzutreiben? Auch wenn in Brüssel Probleme auftauchen, dann sind Sie sofort zur Stelle.

Ich möchte mit diesem Blogartikel meinen LeserInnen Stéfane Hessel’s kleine Streitschrift „Empört Euch“, 2014 im Ullstein Verlag erschienen*, zu lesen ans Herz legen.

Der französische Diplomat und Mitautor der Menschenrechtserklärung – der Buchenwald überlebt hat – rief mit dieser kleinen Schrift noch kurz vor seinem Tod „zum friedlichen Widerstand gegen die Unzulänglichkeiten unserer Gesellschaft auf“ (Zitat aus dem Vorwort zum o.g. Buch). Er sah die Werte unserer heutigen Zivilisation mehr als bedroht. Er prangerte die Menschenrechte an, den Finanzkapitalismus sowie unsere zunehmende Umweltzerstörung – und er verurteite die israelische Politik im Gaza-Streifen.

Auch ich werde weiterhin zur Empörung aufrufen und Dinge benennen, die mir auf dem Herzen brennen: Wie die „Arbeitswelt der Frauen und Männer“, den „Kinderklau durch die KITAS“, „die Ausbeutung durch die Geldfragen“,“die seelisch/geistige und spirituelle Deformierung des Menschen durch unsere sozialen und politischen Umstände“; aber auch immer wieder unseren Lebensstil hinterfragen. Ich sehe mich als Heilpraktikerin, Umweltschützerin und Autorin und Verlegerin darin als eine geistige Nachfahrin dieses großartigen Schriftstellers, der sich noch mit über 90 Jahren viele Gedanken zur Welt machte und zu einem friedlichen Widerstand aufrief. Meine Gedanken dazu sind etwas anders als seine. Ich bin ein Kind einer anderen Zeit sowie eine Frau und eine spirituelle Lehrerin, und ich besitze die Fähigkeit, nicht nur an den großen Dingen, sondern insbesondere an den kleinsten Dingen in der Welt ihre Zerstörung auszumachen. Diese Fähigkeit soll in meinen Blogs zum Ausdruck kommem!

*Originalausgabe Indignez-vous! erschienen bei Indigène éditions, Montpellier


Ingeborg Christel Spiess

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