Mütter und Väter der Welt

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Der niederländische Meterologe Paul Crutzen hat mit dem Begriff „Anthropozän“ die Benennung einer neuen irdischen Epoche vorgeschlagen, denn es ist unübersehbar, dass wir Menschen zu einem der wichtigsten Einflussfaktoren auf alle biologischen, geologischen und atmosphärischen Prozesse auf der Erde geworden sind.

Alle Lebensumstände auf unserer Erde werden zukünftig davon abhängig sein, wie viele Menschen wir auf der Erde noch werden wollen. Wir werden nicht umhin kommen, Gesetze zu entwickeln und zu verabschieden, die der weiteren menschlichen Population – die sich zur Zeit auf eine Anzahl von ungefähr 7,5 Milliarden beziffert – einen Riegel vorschieben. Das wird keine Reglementierung im negativen, sondern nur im positiven Sinne sein, wenn wir diese Gesetze richtig handhaben und sie in Freude und Verantwortung für uns und unsere Mutter Erde ausführen. Ansonsten wird schon schnell das im Titel dieses Blogs gewählte provokative Schlagwort „Der Mensch muss weg“ in ein „Der Mensch ist weg“ (er hat sich selbst ausgelöscht!) werden. Nur dass der Mensch dann nicht nur sich selbst ausgelöscht hat, sondern auch den größten Teil seiner einmal dagewesenen mannigfaltigen Natur.

Wie wir täglich sehen können, hecheln Politiker nur hinter den von ihnen zumeist selbst ausgelösten „momentanen“ kritischen Situationen her; ohne Visionen für Neues zu entwickeln. Dabei steht der Kollaps der Erde kurz bevor und ist nicht mehr einfach nur so wegzudenken oder wegzureden. Wir müssen uns so schnell wie möglich damit beschäftigen, wie wir weiter leben wollen und  welche wirtschaftlichen, sozialen und ökologischen Auswirkungen unsere Überbevölkerung nach sich zieht.  Wir müssen uns unbedingt mit unserem vermehrt gelebten anthropozentrischen Weltbild auseinandersetzen, das sich aus unserem Ego und unserer stetig wachsenden menschlichen Population ergeben hat. Wir müssen uns nicht nur mit den bereits hervorgebrachten Folgen wirtschaftlicher, ökologischer und menschlicher Art beschäftigen, sondern auch damit, inwieweit unsere sich überbordende menschliche Population Einfluss auf unsere spirituelle Entwicklung nimmt – zu welcher Art von Mensch wir bereits wurden: durch unsere „Immer höher, immer schneller Gesellschaft“, unseren Arbeitsalltag, die Abschiebung unserer Kinder in die KITAS, unsere Kriege und Verkäufe von Waffen… – unsere Werteverschiebungen im Allgemeinen. Wenn man sich umsieht, sieht man: Wir leben bereits in einer „abgewrackten Gesellschaft ohne Kultur“mit immer jüngeren Seelen. Immer mehr Menschen mobben sich durchs Leben, weil sie es nur noch kennen, dass das „gegeneinander kämpfen“ und nicht das „miteinander sein“ hilft.

Da Politiker ohne Druck von außen nicht zu „neuen Ufern“ ausrücken, müssen wir es sein, die zur Minimierung der Weltbevölkerung beitragen. Wir müssen schon schnell zu einer selbst auferlegten Kinderanzahl kommen, ansonsten werden Umweltdramatiken, Seuchen, Kriege und noch mehr Flüchtlingsdramatiken dafür sorgen, dass das Problem gelöst wird.

Wir müssen einen „ovalen Tisch“, der Arthusrunde gemäß, entwickeln, an dem Alte Weise Seelen sitzen und sich zur Veränderung der Welt kluge Maßnahmen ausdenken! Die sich darüber im Klaren sind, dass es Generationen dauern wird, bis man zu einer erfolgreichen Eindämmung der menschlichen Population kommt, wenn man diese auf eine unkriegerische Weise – und ohne Abtreibungen zu forcieren – vornehmen will. Und die berechnen, wieviele Menschen pro Länder sinnvoll sind und wie sich eine Dezimierung der Menschheit auf alles andere auswirkt.

Wir brauchen keine Politiker mehr. Wir benötigen „Mütter und Väter der Welt“, die sich für eine Neue – eine lebbare – Welt einsetzen und die jüngeren Seelen mitzureißen imstande sind, die eigentlich auch nur darauf warten, dass sich ihre Leben verbessern und dass sie weisen Menschen nachfolgen können. Armut und Außenseiterpositionen, gehörten dann auch der Vergangenheit an, denn wenn wir wieder weniger Menschen werden, haben wir auch wieder die Kraft dazu, uns umeinander zu kümmern und füreinander Liebe zu empfinden und unser Geld gerechter zu verteilen als bisher.

 

 

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François Hollande, der französische Staatspräsident ist nach den Terroranschlägen binnen von Stunden bei den Opfern gewesen, aber Sie verkriechen sich heute in  der Uckermark. Es wird für Sie nicht nur eng im Amt, weil Ihre politischen Mitstreiter Sie kritisieren, auch dem Volk ist nicht Ihre Teilnahmslosigkeit gegenüber den Verletzten und ihren Angehörigen und den Angehörigen der Toten verborgen geblieben. Sie ziehen es vor, lieber am morgigen Tag einen großen Auftritt bei der Hauptstadtpresse zu haben, und Sie wollen wohl auch lieber an einem großen „unpersönlicheren“ Trauerakt für die Opfer des Amoklaufs in München teilnehmen. Den direkten Zugang zu den Opfern suchen Sie anscheinend nicht!
Was soll ein Volk über Sie denken, dass im Falle einer Flüchtlingsinvasion Herz  und Hilfe zeigen sollte, während Sie aber gerade beides vermissen lassen, wenn Menschen um ihr Leben ringen, die es nie hätten tun müssen, wären Sie und Ihre Mitstreiter mit ihrer Flüchtlingspolitik verantwortlicher umgegangen. Was soll das Ausland von Ihnen denken,  wenn Sie denjenigen Menschen, die bei ihrem Deutschlandbesuch ihre Gesundheit für den Rest ihres Lebens lassen mussten oder ihre Angehörigen verloren haben, nicht einmal die Hände schütteln? Wenn Sie aber gerne große Reisen in ihre Länder unternehmen, um die Wirtschaft anzutreiben? Auch wenn in Brüssel Probleme auftauchen, dann sind Sie sofort zur Stelle.

Ich möchte mit diesem Blogartikel meinen LeserInnen Stéfane Hessel’s kleine Streitschrift „Empört Euch“, 2014 im Ullstein Verlag erschienen*, zu lesen ans Herz legen.

Der französische Diplomat und Mitautor der Menschenrechtserklärung – der Buchenwald überlebt hat – rief mit dieser kleinen Schrift noch kurz vor seinem Tod „zum friedlichen Widerstand gegen die Unzulänglichkeiten unserer Gesellschaft auf“ (Zitat aus dem Vorwort zum o.g. Buch). Er sah die Werte unserer heutigen Zivilisation mehr als bedroht. Er prangerte die Menschenrechte an, den Finanzkapitalismus sowie unsere zunehmende Umweltzerstörung – und er verurteite die israelische Politik im Gaza-Streifen.

Auch ich werde weiterhin zur Empörung aufrufen und Dinge benennen, die mir auf dem Herzen brennen: Wie die „Arbeitswelt der Frauen und Männer“, den „Kinderklau durch die KITAS“, „die Ausbeutung durch die Geldfragen“,“die seelisch/geistige und spirituelle Deformierung des Menschen durch unsere sozialen und politischen Umstände“; aber auch immer wieder unseren Lebensstil hinterfragen. Ich sehe mich als Heilpraktikerin, Umweltschützerin und Autorin und Verlegerin darin als eine geistige Nachfahrin dieses großartigen Schriftstellers, der sich noch mit über 90 Jahren viele Gedanken zur Welt machte und zu einem friedlichen Widerstand aufrief. Meine Gedanken dazu sind etwas anders als seine. Ich bin ein Kind einer anderen Zeit sowie eine Frau und eine spirituelle Lehrerin, und ich besitze die Fähigkeit, nicht nur an den großen Dingen, sondern insbesondere an den kleinsten Dingen in der Welt ihre Zerstörung auszumachen. Diese Fähigkeit soll in meinen Blogs zum Ausdruck kommem!

*Originalausgabe Indignez-vous! erschienen bei Indigène éditions, Montpellier


Ingeborg Christel Spiess

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