Mütter und Väter der Welt

Archive for the ‘Mutter Erde in Not’ Category

Man kann es mit der Angst bekommen, wenn man Ihnen beim Regieren zusieht; wie Sie sich abschotten und um sich schlagen. Doch so werden Sie die Welt nicht retten – im Gegenteil! Sie werden unsere Welt – und wir haben nur die eine, mittlerweile schon reichlich, kaputte!!! –  aus den Angeln heben. Gerade haben Sie das Budget für das Militär erhöht, anstatt das Geld in eine Erhaltung der Welt zu stecken.

Sie sind noch ganz und gar die Alte Zeit!

Die Neue Welt, die wir kreieren sollen, die sieht anders aus. Sicher, es wird dauern, auch sie hinzubekommen. Die vornehmliche Aufgabe unserer Neuen Zeit wird nicht sein, eine noch höhere Mauer gegen andere zu bauen, sondern sich global in Think-Tanks zu überlegen, wie man unsere Erdbevölkerung minimiert. Weniger Menschen auf der Erde würde bedeuten, wieder mehr Natur zur Verfügung zu haben, weniger Gifte auf die Erde zu bringen und vor allen Dingen freundlichere und zufriedene Menschen zu haben.

Um eine Neue Zeit einleiten zu können, ist es wichtig, dass man seine eigenen Kränkungen hintanstellt und mit Hilfe von Therapeuten bearbeitet. Man merkt Ihnen Ihren Hass aufs Establishment an! Sie teilen diesen Hass mit allen Menschen, die das Gefühl hatten, nie groß genug gewesen zu sein.

Ein großer Mensch ist bescheiden und schlägt nicht wild um sich.

Müssen wir wieder neue Kriege durchleben, bevor der Mensch wieder mal aufwacht? Wir haben doch bereits Menschen genug, die sich eine neue Welt vorstellen und an ihr arbeiten. Warum lernen Sie nicht von denen? Warum hören Sie denen nicht zu? Warum umgeben Sie sich mit Männern und Frauen, die das Feuer des Hasses, das in Ihrem Herzen loht, noch mehr zu schüren bereit stehen?

Schade, dass Sie nichts von den Seelenaltern verstehen. Ihre Seele ist noch zu jung an Erderfahrungen, um daraus die Rechtfertigung zu ziehen, andere regieren zu können, aber alt genug, um Macht und immer Recht haben zu wollen – das teilen sie leider mit anderen Machthabern.

Dazu mein Kapitel:

„Entsteht der Wunsch zu mobben – jemanden weghaben zu wollen – aus sprituellem Neid? Und was haben die Seelenalter damit zu tun?“

Werbeanzeigen

Die Kirchenväter wollen, dass ihre Kirchen wieder voller werden. Wie schafft man das? Wen – welche Klientel – spricht man dafür an? Sie kommen da bereits auf grandiose Ideen. Verkaufen sie sich dabei aber nicht unter ihrem eigenen Wert?

Nachdem man Rocker auf ihren Motorrädern in die Kirchen gelockt hat, heißt das neueste Angebot:

Gottesdienst für Katz und Hund und Teddybär…

Seit fast einem Jahrzehnt ist es bereits gang und gäbe, Rocker in die Gotteshäuser zu locken. Dafür tauschen Pfarrer sogar ihre Talare mit dem Lederdress ihrer neu ins Visier genommenen Klientel. So kommt es heute nicht nur im Berliner Dom zu einem regelmäßigen Motorbiker-Gottesdienst, sondern auch in anderen Gotteshäusern. Mittlerweile dürfen viele Rockbands in den Kirchen spielen, um junge Klientel anzulocken, die anderweitig nie in die Kirchen kämen.
 
Nun gibt es auch einen Gottesdienst für Katz und Hund und Teddybär.
Die Idee war, mit diesem Gottesdienst dem heiligen Franziskus aus Assisi nachzufolgen, der vor ungef. 800 Jahren lebte. Er predigte nicht nur vor den Menschen, sondern auch vor den Tieren.
 
Neben den immer weniger gewordenen Hauptgottesdienstgängern, hat sich also eine neue Klientel entwickelt. Und das ist nicht schlecht, denn auf diese Weise können wenigstens noch ein paar neue zukünftige Gemeindemitglieder und Kirchengänger beworben werden. Verkaufen sich die PriesterInnen damit aber nicht unter ihrem Wert? Wird ihre neue Klientel später auch zu mündigen und verantwortungsvollen Bürgern und Gemeindemitgliedern? Oder öffnet die Kirche ihre Tore nur für diejenigen Menschen, die auf narzisstische Weise ihre eigenen Lebensumstände bestätigt haben wollen und ihr dann doch wieder den Rücken zukehren? Bleibt nicht der Rocker trotzdem ein Rocker und lebt sein Gedankengut unverhohlen aus und verbreitet mit seinem chauvinistischen Gehabe und seiner dunklen Montur weiterhin Angst?  Wird er darin noch unterstützt? Werden die Besitzer von Haustieren nun zu Vegetariern, weil ihnen die Kirchenmänner (und auch die Kirchenfrauen) nun auch von der Liebe zu allen Tieren und nicht nur zu ihren Haustieren predigen? Werden sie von den Kirchenvätern nun zu Rebellen gegen Schlachthöfe und zu Tierversuchsgegnern erzogen? Gehen sie mit ihnen gemeinsam gegen diese vor? Wird ihnen insgesamt eine neue Sichtweise über die Welt gepredigt? Sind unsere Kirchenoberhäupter überhaupt dazu fähig? Sprechen Sie nicht weiter große Worte über die Schöpfung und gehen nach Hause und essen ihren Schweinebraten? Unterstützen sie nicht weiterhin ein anthropozentrisches Weltbild?
 
Natürlich gibt es Prediger, die Jesus in seiner Liebe nachfolgen und auch sich selbst immer wieder überprüfen?
Doch die meisten von ihnen haben uralte aufoktroyierte Glaubensstrukturen gerne angenommen und beten sie unermüdlich vor sich her. Sie sind nicht fähig eine „echte Religio“ – eine Rückbindung zum Himmel -, durch bestimmte Rückbindungstechniken zu pflegen -, durch die sie zu individuellen Sehern und Erforschern  der geistigen Welten werden könnten. Sie haben sich seit der Inquisitionszeit selbst den Grundstein dafür – durch das Töten der damalig lebenden Alten und Weisen Seelen (Natur-Priesterinnen und -Priester) selbst entzogen. Sie ziehen aus Angst ihre Schäfchen zu verlieren, auch gerne über die sogenannte esoterische Szene her (klauen aber besonders gern ihr Wissen für ihre Seminare, weil sie anders die Menschen nicht mehr erreichen können! Auch in biblischen TV-Sendungen kann man dieses Verhalten ausmachen!) Sie wollen nicht sehen, dass es gerade in dieser Szene Alte und Weise Seelen gibt, die sich durch Religotechniken  ein anderes Weltbild – aus der kosmischen Bewusstseinsuni heraus – erarbeitet haben und dieses auch durch Opferungen zu leben bereit sind; im Tierschutz, im Umweltschutz, gegen den Klimawandel, für eine Heilung durch ein „Zurück zur Natur“ u.v.a.m. Sie sehen nicht, dass diese Lichtarbeiter sind und ihnen als Beispiel gelten sollten.
Die Astrophysik und die Quantenphysik, sie machen ihre Fortschritte in Meilenstiefeln. Doch die Kirchen predigen noch immer die alten Worte aus der Bibel, ohne diese Fortschritte mit einzubeziehen. Dabei – und das prophezeie ich gerne – werden die neuen Priesterinnen für die Neue Zeit diejenigen PhysikerInnen und MystikerInnen werden, die fähig sind, die wissenschaftlichen Erkenntnisse mit den Erkenntnissen aus der alten und neuen Mystik zu vereinbaren. Unsere Kirchenväter nehmen auch kaum mal  die Worte von ehemaligen MystikerInnen zu Hand, um über ehemalige weibliche Erklärugsmodelle für die Welt zu referieren. Nur wenige kennen Marguerite Porete, Mechthild von Gandersheim oder Theresa von Avila…
Frauen haben als Wissensgeberin für sie nie eine große Rolle gespielt.
Die heute lebenden MystikerInnen – die zum Teil auch schon in der Inquisitionszeit ihr Leben für ihr Gedankengut lassen mussten -, sie werden immer noch von den PriesterInnen unserer Kirchen weggebissen, weil sie Angst haben, durch sie neu werden zu müssen. Sie werden von ihnen als Feind/in empfunden, denn sie sind „Freigeister“. Sie müssen sie wegmobben, denn nähmen sie ihr neues Denken in ihr Visier, dann müssten sie ja ihr ganzes Leben umkrempeln. Damit käme ihr Wohlstand und ihr Ansehen in Gefahr. Denn was wäre denn, wenn sie von der Kanzel gegen Tierversuche und Tiertötungen zum Essen predigen würden. Würden ihnen die Menschen dann nicht weglaufen? Würden sie dann nicht von den Kichenobersten gerügt und von der Kanzel oder sogar ganz aus der Kirche verwiesen werden? Ständen Sie dann ohne Geld da?
Die Kirche wird sterben, auch wenn sie Rocker aufnimmt und Haus- und Plüschtiere segnet; wenn sie nicht bereit ist, die Errungenschaften der Naturwissenschaften in ihr Gedankengut mitaufzunehmen und ihren Glauben daran zu messen und upzudaten und wenn ihre Vertreter sich nicht mit den Techniken zur echten Rückbindung zum Himmel auseinandersetzen.
Es ist sicherlich nicht falsch, sich selbst anzubieten, um eine neue Klientel zu bekommen. Es ist aber falsch sich anzubiedern. Und ich fragte ja zu Anfang dieses Blogs bereits 2x, ob die Kirche sich nicht unter Wert verkauft? Unter Wert verkaufen kann sie sich aber nur, wenn sie bereit ist, sich selbst weiterzuentwickeln und wenn sie das Wissen aus der heutigen spirituellen Szene und der Naturwissenschaften annimmt. Wenn sie diejenigen zu Wort kommen lässt, die sich ein neues Gedankengut für die Neue Zeit erarbeitet haben. Das hat sie bis jetzt nicht, und deswegen kann sie auch nicht die Alten und Weisen Seelen unter uns ansprechen, die seit Jahrtausenden durch ihre vielzähligen und vielfältigen Inkarnationserfahrungen in den verschiedensten Ländern der Erde ihren eigenen Weg zu Gott – zur Schöpfung gefunden haben. Für sie (für uns) laufen ihre Worte ins Leere und werden zu wissenschaftlich nicht haltbaren und spirituell leeren Worthülsen.
Bitte klicken Sie rechts auch folgenden Blog zu diesem Thema an: „Religio – Die Heilung von Religionsfanatismus“

 

 

François Hollande, der französische Staatspräsident ist nach den Terroranschlägen binnen von Stunden bei den Opfern gewesen, aber Sie verkriechen sich heute in  der Uckermark. Es wird für Sie nicht nur eng im Amt, weil Ihre politischen Mitstreiter Sie kritisieren, auch dem Volk ist nicht Ihre Teilnahmslosigkeit gegenüber den Verletzten und ihren Angehörigen und den Angehörigen der Toten verborgen geblieben. Sie ziehen es vor, lieber am morgigen Tag einen großen Auftritt bei der Hauptstadtpresse zu haben, und Sie wollen wohl auch lieber an einem großen „unpersönlicheren“ Trauerakt für die Opfer des Amoklaufs in München teilnehmen. Den direkten Zugang zu den Opfern suchen Sie anscheinend nicht!
Was soll ein Volk über Sie denken, dass im Falle einer Flüchtlingsinvasion Herz  und Hilfe zeigen sollte, während Sie aber gerade beides vermissen lassen, wenn Menschen um ihr Leben ringen, die es nie hätten tun müssen, wären Sie und Ihre Mitstreiter mit ihrer Flüchtlingspolitik verantwortlicher umgegangen. Was soll das Ausland von Ihnen denken,  wenn Sie denjenigen Menschen, die bei ihrem Deutschlandbesuch ihre Gesundheit für den Rest ihres Lebens lassen mussten oder ihre Angehörigen verloren haben, nicht einmal die Hände schütteln? Wenn Sie aber gerne große Reisen in ihre Länder unternehmen, um die Wirtschaft anzutreiben? Auch wenn in Brüssel Probleme auftauchen, dann sind Sie sofort zur Stelle.

Die „Väter der Welt“ sind gerade dabei, sich genauso zu strukturieren, wie die „Mütter der Welt“. Wir werden sehen: Bald brauchen wir keine Parteien mehr, wir brauchen „Mütter und Väter der Welt“, Alte Weise Seelen, die ihr inneres Wissen durch viele Inkarnationen hindurch errungen haben.

Auch die „Väter der Welt“ haben sich wie die „Mütter der Welt“ in die Nischen begeben. Auch sie sind von ihrem Leben zu gefordert und überfordert, so dass sie sich zumeist verkriechen, um sich wenigstens noch ein wenig in ihrer Freizeit erneuern zu können.

Und doch machen auch diese „Väter der Welt“ wie die „Mütter der Welt“ immer weiter; trotz gesundheiltlicher Einschränkungen. Nicht umsonst leiden sie so häufig unter Herz- und Gefäßerkrankungen. Ich möchte wieder das Lachen von Männern hören. Das Lachen von Männern und Frauen gemeinsam! Ich setze meine Hoffnung auf diejenigen Männer, die Frauen für ihr Frausein schätzen und sie lieben und schützen. Und die dasselbe mit der Natur machen. Sie brauche ich für meine „Ideenschmiede für die Neue Zeit“. Eines Tages werden wir am ovalen Tisch – dem ovalen Tisch aus der Arthus-Sage gleich -sitzen und mit unseren himmlischen Lehrern zusammen eine neue Welt heranbilden. Das ist der Wille unserer geistigen LehrerInnen für die Neue Zeit, dem wir uns nicht verschließen können.

Liebe Blog-LeserInnen: Bitte klicken Sie rechts meinen Beitrag „Eine himmlische Universität“ an, wenn Sie noch mehr darüber erfahren wollen, was der Urgrund meiner Ideenschmiede gewesen war – sowie meinen Beitrag „Zuerst war die „Mutter der Welt“ da“.

 

Ich möchte mit diesem Blogartikel meinen LeserInnen Stéfane Hessel’s kleine Streitschrift „Empört Euch“, 2014 im Ullstein Verlag erschienen*, zu lesen ans Herz legen.

Der französische Diplomat und Mitautor der Menschenrechtserklärung – der Buchenwald überlebt hat – rief mit dieser kleinen Schrift noch kurz vor seinem Tod „zum friedlichen Widerstand gegen die Unzulänglichkeiten unserer Gesellschaft auf“ (Zitat aus dem Vorwort zum o.g. Buch). Er sah die Werte unserer heutigen Zivilisation mehr als bedroht. Er prangerte die Menschenrechte an, den Finanzkapitalismus sowie unsere zunehmende Umweltzerstörung – und er verurteite die israelische Politik im Gaza-Streifen.

Auch ich werde weiterhin zur Empörung aufrufen und Dinge benennen, die mir auf dem Herzen brennen: Wie die „Arbeitswelt der Frauen und Männer“, den „Kinderklau durch die KITAS“, „die Ausbeutung durch die Geldfragen“,“die seelisch/geistige und spirituelle Deformierung des Menschen durch unsere sozialen und politischen Umstände“; aber auch immer wieder unseren Lebensstil hinterfragen. Ich sehe mich als Heilpraktikerin, Umweltschützerin und Autorin und Verlegerin darin als eine geistige Nachfahrin dieses großartigen Schriftstellers, der sich noch mit über 90 Jahren viele Gedanken zur Welt machte und zu einem friedlichen Widerstand aufrief. Meine Gedanken dazu sind etwas anders als seine. Ich bin ein Kind einer anderen Zeit sowie eine Frau und eine spirituelle Lehrerin, und ich besitze die Fähigkeit, nicht nur an den großen Dingen, sondern insbesondere an den kleinsten Dingen in der Welt ihre Zerstörung auszumachen. Diese Fähigkeit soll in meinen Blogs zum Ausdruck kommem!

*Originalausgabe Indignez-vous! erschienen bei Indigène éditions, Montpellier

 

 „Erst wenn der letzte Baum gerodet, der letzte Fluss vergiftet,
der letzte Fisch gefangen ist, werdet Ihr merken,
dass man Geld nicht essen kann.“

Dieser Ausspruch des großen Indianerhäuptlings von Seattle, der als eine große Vorhersehung angesehen werden sollte, läuft seiner Erfüllung bereits mit Riesenschritten zu.

Unsere Natur wird unwiederbringlich zerstört; viele große Tiere, aber auch Kleinstlebewesen wurden bereits dermaßen dezimiert, dass sich ihr Genpool nie mehr erholen kann oder sie wurden ganz und gar ausgerottet. Der Mensch hat sich die Erde auf seine Bedürfnisse zugeschnitten und dabei die ihn umgebende Natur außer Acht gelassen. Fast jedes Quadrat der Erde ist zu einem Planquadrat für das Katasteramt und den narzisstischen Menschen geworden, der noch nicht einmal fähig ist seine eigene Anzahl zu verringern und sich immer mehr nimmt.

Bitte sehen Sie sich für dieses Thema den Film „Den Bäumen gewidmet“ unter der Adresse:

Die Menschheit benötigt neue Blickwinkel

https://weltverbessernblog.wordpress.com

mit dem Arbeitstitel: „Die Menschheit benötigt neue Blickwinkel“ an.

Ich werde in der nächsten Zeit Videos und Bilder auf diese Website stellen, die den Untergang der Natur in meiner kleinen Heimatstadt Bad Bevensen dokumentieren.

Ich wohne seit vierzehn Jahren in dieser Stadt und konnte dem Verfall und dem Untergang der Tier- und Pflanzenwelt genau zusehen. Ich war in diese Stadt gezogen, weil in ihr noch Leben und Freude und Natur war. Mit dem Untergang der Natur aber sind auch die Freude und der Glanz des Ortes verschwunden. Tief im Herzen spüre ich seitdem, was es für die Natur bedeutet, sich nicht mehr von den Menschen erholen zu können, was es aber auch bedeutet, mit seiner Liebe für jedes Tier und jeden Baum allein dazustehen, wenn wieder die Sägen kreischen und uralten Bäumen das Leben und Vögeln ihre Heimstatt und ihre Lebensfreude genommen wird.

Mein Ort ist nur ein Mikrokosmos im Makrokosmos der Natur der Erde.

Doch bietet er sich als ein wundervolles Beispiel für die

Zerstörung aller unserer Lebensräume  an.

Ich werde die Dinge beim Namen nennen und mit Bildern (Fotos und Videos) die Zerstörungen aufzeigen, die sich von mir dokumentieren lassen. Ich werde das in der Hoffnung machen, auf diese Weise diejenigen Menschen anzusprechen, die wie ich eine große Liebe für unsere Natur der Erde mitbringen. Ich möchte sie damit anregen, genauso wie ich als Fürsprecher für die Natur in ihrer Umgebung zu agieren und Dinge anders zu machen als bisher und sich mutiger denjenigen entgegenzustellen, die die Natur unwiederbringlich zerstören.

Für diesen Schulungsblog für die „Mütter und Väter der Welt – Ideenschmiede für die Neue Zeit“ werde ich in der Folge erarbeiten, was man alles besser machen kann, damit es doch noch zu einer Umkehr kommt und der Mensch nicht schon bald den letzten Baum fällt und nur noch Geld in seinen Taschen hat, das man nicht essen kann.

Ich war einmal ein ganz kleiner Baum…

Als ich ganz jung war,
da waren die Menschen noch sehr freundlich.
Ich stand in einem großen Garten
mit vielen anderen Bäumen,
und ich durfte wachsen und wachsen …

Die anderen Bäume waren alle schon viel größer als ich
und ein Baum davon war meine Mutter,
eine sehr alte Eiche.

Sie erzählte immer all‘ zu gerne davon,
dass sie schon über dreihundert Jahre alt sei
und dass sie noch Bäume gesehen hatte,
die noch viel älter, ja sogar
über tausend Jahre alt, gewesen waren.

Ich hatte auch einen Freund,
einen Apfelbaum, der war nur ein wenig größer als ich.
Er stand in meiner Nähe und
wir erzählten uns immer gern viele Geschichten.
Wir lachten viel und freuten uns auf jeden Tag,
denn wir liebten uns und das Leben.

In dem Garten, in dem ich stand,
gab es auch ein kleines Häuschen,
in dem wohnte ein Ehepaar mit drei Kindern.

Auch sie liebten sich alle sehr und das Leben.
Und sie mochten auch uns.
Sie hätten uns nie gefällt
oder von uns Zweige abgerissen –
sie wussten noch,
dass auch wir wie sie jeden Schmerz fühlten.

Darum holten sie im Winter,
wenn sie es warm haben wollten,
nur das Holz aus dem Wald,
das auf dem Boden lag.
Sie hätten dafür nie einen Baum getötet.
Es ging uns wirklich gut mit ihnen.
Das Leben wurde aber für das Ehepaar mit den Jahren härter.
Ihre Kinder waren groß geworden
und aus dem Haus gegangen.
Sie konnten das Haus nicht mehr bezahlen.
Und weil sie alt und krank geworden waren
und auch ihre Kinder nicht genug Geld verdienten,
um für sie zu sorgen,
entschieden sie, es zu verkaufen.

Eines Tages kam ein großes Auto vorgefahren
und es stieg ein Mann mit finsterer Miene
und einem Aktenkoffer unter dem Arm aus,
der sich sehr wichtig nahm.

Er wollte das Haus für die alten Leute verkaufen
und selbst daran viel Geld verdienen,
damit er sich ein noch größeres Auto leisten konnte.

Er fand auch schnell ein junges Pärchen,
das das Haus sofort haben wollte.
Sie legten gleich das ganze Geld dafür auf den Tisch –
und sie zogen schon schnell ein.

Sie hatten kein Mitleid mit den alten Menschen,
die nun sofort ihre Sachen packen
und in ein Altersheim gehen mussten.

Als das junge Pärchen eingezogen war,
war es auch schon schnell vorbei mit unserer Ruhe.
Meine Mutter, die Eiche, die viel vom Leben verstand
und auch die Menschensprache gut verstehen konnte,
mochte es uns zuerst gar nicht sagen,
aber weil wir ihr Ächzen, Stöhnen und Klagen
ja nicht überhören konnten,
bestanden wir natürlich darauf,
dass wir ihre Sorgen teilen durften.

So sagte sie uns – nach längerem Zögern –,
dass die Menschen beschlossen hätten, uns zu fällen
und dass dafür schon die Sägen bereit gestellt worden seien.

Ich verstand natürlich gar nicht, was damit gemeint war.
Ich war noch so klein und so glücklich.
Was sollte das denn nun bedeuten – tot zu sein?

Da sich natürlich alles Lebendige
im Garten miteinander verständigen konnte,
wussten es auch schon schnell nicht nur wir Bäume,
sondern auch die Vögel, die Bienen, die Käfer und die Blumen
und auch die Feen und die Elfen,
die sich bei uns immer gut gefühlt hatten.

Und es begann bei uns ein Weinen und ein Klagen,
denn wir wussten,
die Menschen machten doch mit uns
was sie wollten.

Es war an einem Montag im Mai,
frühmorgens um Sieben,
da kamen ein paar Männer,
und sie packten ihre Geräte aus.
Die Sägen kreischten
und die schöne Wiese mit den Wildblumen,
die wir immer so geliebt hatten,
wurde eiligst mit einem großen Bagger umgegraben.

Alles floh was fliehen konnte,
aber alles, was keine Beine oder Flügel hatte,
war verurteilt auf seinen Tod zu warten.

Die Menschen merkten gar nicht,
wie es uns ging,
sie lachten beim Sägen,
und wenn sie einmal eine Pause machten,
dann aßen sie von unserem Tod völlig unberührt ihre Butterstullen
oder sie rauchten ihre Zigaretten.

Zum Schluss blieb nur noch ich.
Die Menschen sagten, dass ich bleiben müsste,
weil ich in der Mitte des Gartens so dekorativ aussähe
und dass man nun einen englischen Rasen säen wollte,
damit endlich Ordnung in dem Garten herrschte.

Ich schrie, weinte und flehte
auch mich zu töten,
damit die Qual endlich ein Ende nimmt,
doch sie hörten mich nicht.
Ich beklagte den Tod von allen,
meiner Mutter, meinen Geschwistern,
den Wildblumen und den Tod meines liebsten Freundes,
den Apfelbaum,
den man mit nur zwei Händen
aus der Erde gerissen hatte.

Ich weiß nicht, wie ich meine ersten Monate
in meinem großen Schmerz verbrachte –
ich hatte ja nun niemanden mehr,
mit dem ich reden und den ich lieben konnte
und der mich liebte.

Später kam ab und zu eine Biene vorbei,
die sich es jetzt mit ihren Geschwistern
woanders eingerichtet hatte,
und sie sagte, dass sie nicht so sicher sei,
dass sie dort lange bleiben könnten,
wo sie jetzt wohnten,
weil die Menschen auch dort alles bald abholzen würden,
um Straßen und Fabriken zu bauen.
Und manchmal kam in der Nacht
auch eine Nachtfee zu mir,
um mich zu trösten.
Und das half mir doch wieder ein wenig
das Leben zu lieben und zu wachsen.

Das ist nun zwanzig Jahre her,
seitdem bin ich groß geworden.
Viel hat sich um mich herum verändert.
Eine Straße wurde direkt an unserem Zaun gebaut,
und eine Fabrik war in der Nähe entstanden,
und eine Tankstelle gab es nun auch,
gleich gegenüber.
Alles ist laut und unruhig geworden.
Und in der Nacht beleuchten uns die Laternen,
so dass ich kaum mal einen Stern erkennen
und seinen Namen erraten kann,
was früher eines meiner liebsten Gedankenspiele war.

Drei Mal hat seitdem das Haus seine Besitzer gewechselt.
Die letzten waren sogar wieder sehr nett gewesen.
Und weil sie die Natur so liebten,
hatten sie auch wieder eine bunte Wiese hergerichtet
und sie hatten auch wunderschöne Rosenstöcke gepflanzt.

Aber auch sie konnten das Haus nicht für lange halten,
auch sie verdienten nicht genug.

Das Haus ist jetzt wieder leer.
Die beiden alten Leute von einst kommen manchmal hier her
und dann stehen sie am Zaun,
und sie betrauern mich, der ich so allein hier stehe,
und sie schicken mir tröstende Worte.

Und ab und an
kommt auch der Mann mit seinem großen Auto wieder,
um das Haus erneut zu verkaufen,
das nun aber ziemlich verfallen ist,
weil schon lange keiner mehr drin gewohnt hat.
Er preist es deswegen nun „als sehr billig“ und „modernisierbar“ an.

Doch die meisten Leute sagen,
dass sie so eine leerstehende Baracke nicht kaufen wollen
und dass ihnen auch der Verkehr und die Fabrik zu laut seien.
Und das ist nun meine Chance.

Nun werfe ich jeden Herbst ganz viele Eicheln
auf den wieder bunt gewordenen Wiesenteppich
mit den wilden Blumen,
um möglichst viele Kinder zu bekommen,
damit ich nicht mehr alleine bin
und ihnen eines Tages davon erzählen kann,
dass ihre Großmutter noch über dreihundert Jahre alt geworden war.
Und dass es damals viel weniger Menschen auf der Welt
und große Wälder mit majestätisch großen Bäumen
und auch noch Menschen gegeben hat,
die wussten, dass wir Lebewesen sind,
und die uns liebten und
die uns auch sprechen hören konnten.

Nun haben die Rosenstöcke mit mir
beschlossen schnell zu wachsen,
damit das Grundstück, auf dem wir stehen,
schon sehr bald für niemanden
mehr einsehbar und unverkäuflich ist,
damit wir Wachsen und Ruhen können –
und dass wir erst dann wieder
auf die Menschen aufmerksam werden müssen,
wenn sie uns wieder lieb haben und verehren.

Wir haben gehört,
dass es schon bald wieder einige davon geben soll.

copyright ©die Autorin und Verlegerin des Blogs


Ingeborg Christel Spiess

Blog Einträge

März 2019
M D M D F S S
« Feb    
 123
45678910
11121314151617
18192021222324
25262728293031

Aktuelle Beiträge

Werbeanzeigen